SOS Palästina - Veranstaltung - NEUER ORT nach Raumentzug durch Saalbau AG: Medico Haus, Lindleystrasse 15

Pressemitteilung:

 

Saalbau torpediert Informationsveranstaltung zu Palästina im Südbahnhof

 

Frankfurt am Main, 2. September 2025

 

Am Donnerstagabend, den 04. September 2025, sollte im Saalbau Südbahnhof eine hochkarätig besetzte Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Genozid in Gaza stattfinden. Organisiert wurde diese vom Frankfurter Bündnis SoS Palästina. Kurzfristig verweigerte der Saalbau jedoch ohne Angabe von Gründen die Reservierung der Räumlichkeiten – obwohl diese nachweislich frei waren.

 

Hochkarätige Gäste geplant

 

Für die Veranstaltung waren namhafte Referent*innen angekündigt:

 

Tsafrir Cohen, Geschäftsführer medico international, Frankfurt

Hanno Hauenstein, freier Journalist, Berlin

Katerina Anastasiou, transform! europe, Wien

Jamal Juma, Stop the Wall, Ost-Jerusalem

Mohamed Alattar, Hafenarbeiter und ver.di-Mitglied, Hamburg

Dass das Thema die Frankfurter Stadtgesellschaft bewegt, zeigte die Großdemonstration „United for Gaza“ am Samstag, den 30. August, an der über 20.000 Menschen teilnahmen.

 

Blockade ohne Begründung

 

Trotz dieses offensichtlichen öffentlichen Interesses stellte sich Saalbau Südbahnhof. Ulrich Wilken (Die Linke Frankfurt) versuchte einen ganzen Tag lang vergeblich, die eigentlich sichere Reservierung zu vollziehen. Weder telefonisch noch per Mail war der Saalbau erreichbar, eine Begründung für die Absage gab es nicht. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um eine politisch motivierte Verweigerung handelt.

 

Bereits im Vorfeld der „United for Gaza“-Demonstration hatte die Stadt Frankfurt versucht, israelkritische Stimmen mit einem Demonstrationsverbot zum Schweigen zu bringen. Der verweigerte Zugang zu den Räumen des Saalbaus fügt sich in dieses Bild ein.

 

Veranstaltung findet trotzdem statt

 

Die Organisator*innen des Bündnisses SoS Palästina lassen sich davon nicht einschüchtern und haben kurzfristig einen neuen Veranstaltungsort gefunden:

 

medico international e.V., Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt

 

Donnerstag, 04. September 2025, 19:30 Uhr

 

Zitat aus dem Bündnis SoS Palästina:

 

„Dass die Stadt durch den Saalbau versucht, unsere Veranstaltung zu verhindern, zeigt einmal mehr, wie unbequem kritische Stimmen zum Thema Palästina sind. Wir lassen uns den Raum für Diskussion und Aufklärung nicht nehmen – und werden unsere Veranstaltung wie geplant durchführen.“

 

 

Das Bündnis SOS Palästina Frankfurt lädt ein:

Genozid in Gaza mit deutscher Beteiligung: Was tun?

Seit 23 Monaten schaut die Welt zu, während Israel den Gazastreifen und seine Bevölkerung zerstört. Über 90% der Gebäude wurden teilweise oder vollständig zerbombt, seit Monaten herrscht Hungersnot und die Zahl der identifizierten Todesopfer liegt bei weit über 60.000; die Gesamtzahl dürfte mindestens doppelt so hoch sein. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen stufen das Geschehen nicht als bloßen Krieg, sondern als Genozid ein. Dabei reichen die Ursachen viel weiter zurück als der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Deutschland ist der zweitgrößte Waffenlieferant an Israel und leistet von Anfang an politische Unterstützung. In dieser Veranstaltung wird über die Gründe dafür, die Arbeit der Hilfsorganisationen vor Ort, die Berichterstattung in den deutschen Medien, den europäischen Umgang mit der Situation, die Perspektive aus der Westbank und die Rolle deutscher Gewerkschaften gesprochen – und gefragt, ob und wie wir als Zivilbevölkerung etwas dagegen tun können. Unsere Gäste:

- Tsafrir Cohen, Geschäftsführer medico international
- Hanno Hauenstein, freier Journalist
- Katerina Anastasiou, transform!europe
- Jamal Juma, Stop the Wall
- Mohamed Alattar, Hafenarbeiter und ver.di-Mitglied


Donnerstag, 04.09.2025, 19 Uhr
Saalbau Südbahnhof